Tag der offenen Tür im
Deutschen Panzermuseum Munster 2012
 
 
Tag der offenen Tür Panzermuseum Munster 2012
 
 

Am 02.September 2012 lud das Deutsche Panzermuseum in Munster zum Besuch ein.
Anlass war der jährliche "Tag der offenen Tür", gleichzeitig Familientag. Der Eintritt war frei.
Ob es nun daran lag, am schönen Wetter oder an den angekündigten Attraktionen, es waren knapp 5000 (!) Besucher an diesem Tag im Museum. Beachtlich und erfreulich!

5000 Besucher

Die Akteure, die diesen Tag gestalteten - wir waren natürlich ebenfalls dabei, allerdings in Zivil als Interessengemeinschaft Militärmodellbau. Dazu wird später mal zur Information etwas geschrieben.
Da wir mit unseren Modellen abnahmefertig um 09.30 Uhr mit unserem Stand fertig sein mussten, war für unsere Weitgereisten der Tag früh angebrochen. Aber alles lief perfekt.
Einige Tage zuvor hatten wir schon unser Modellgelände im Museum präpariert und die (Leinwand-) Landschaft aufgehängt, so dass wir nur noch in der Halle die Tische aufbauen und die Modelle darauf platzieren mussten.

Modelle Tisch

Wobei hier nur die "Kleinen" im M 1:16 und die Standmodelle präsentiert wurden. Die Großen und ganz großen wurden, weil es das gute Wetter zuließ, auf dem Modellgelände abgestellt.
Uns waren dreimal 30 Minuten Vorführzeit vorgegeben worden. Das aber nur, damit sich die Besucher anhand des Programms orientieren konnten. Natürlich sind wir mit unseren Modellen auch außerhalb dieser Zeiten gefahren, sofern wir keine andere Vorführung gestört haben.
Und Vorführungen gab es diesmal, im Gegensatz zum letzten TdoT 2011!

Wie kommt´s?
Beim Tank-Fest in Bovington (England) wurde der Leiter Lehrsammlung
(Panzertruppenschule) gesehen. Offensichtlich, um Anregungen zu sammeln. Tatsächlich sind dann auch einige umgesetzt worden:
Auf dem Platz hinter dem Museum gab es eine Ausstellung von historischen Fahrzeugen, die auch in Aktion gezeigt wurden.

Lanz

Dazu kamen die Vorführungen von Flakpanzer Gepard, FlaRakPanzer Roland und Ozelot.

Gepard

Hier das Video dazu

 

Ozelot

Als besonderes Bonbon und bis dahin geheim gehalten (so gut es ging), wurde dann die Frederike vorgeführt.
Wer Frederike ist?
Na, der Panzer IV (WK 2) aus dem Museum. Das Teil ist ja hervorragend restauriert und fahrtüchtig, was auch bewiesen wurde.

Frederike Pz IV

Hier das Video dazu

Im Museum konnten die Besucher dann auch noch die Gruppe Napoleonik sehen; historisch gekleidete Soldaten, die mit ihren Marketenderinnen das Lagerleben vorführten, Ausbildung zeigten und gelegentlich mal die Musketen abfeuerten. Die Jungs müssen in ihren dicken Uniformen bei dem Sonnenschein ganz schön geschwitzt haben.

 

Kinder konnten beschäftigt werden, in dem sie auf Plastiklaufrädern über das Pflaster sausten.
Für Essen und Trinken war an diversen Ständen natürlich auch gesorgt.

Was haben wir nun als IG Militärmodellbau gezeigt?
In der Halle auf den Tischen waren außer den üblichen Modellen wie Tiger I und II, Pz III, T 34 auch einige Eigenbauten zu sehen. So der aus Metall gefertigte Elefant von Achim und der schwere Wehrmachtsschlepper mit Nebelwerfer.

Elefant

Daniel zeigte u.a. einen Umbau des Pz III mit aufgesetzter russischer Pak.
Peter stellte seinen weitgehend fertigen und in hohem Maße detailgetreu gebauten Boxer im M 1:8 vor.

Boxer

Mit all den Modellen, auch von zwei Gästen, konnten wir eine lange Reihe Tische füllen.
Die Besucher waren sehr interessiert, hatten viele Fragen und haben sich viele Anregungen geholt.

Etwas abgesetzt von den Tischen mit den Modellen hatte sich Heiner mit einem riesigen Berg von Modellbaupackungen niedergelassen. Es handelte sich dabei um Raritäten, die ihm von den Besuchern teilweise aus den Händen gerissen wurden.

Modellbauverpackungen

Auf unserem Modellgelände war - wie schon geschrieben - auch außerhalb der festgelegten Vorführzeiten immer Betrieb.
Zu Beginn fuhren diverse Modell im M 1:16 im Gelände herum. Manfred führte seinen Leopard 1A4 im M1:10 vor.

Leopard 1A4

Axel hatte eine Anzahl seiner im Eigenbau aus Weißblech gefertigten Modelle dabei und führte sie im Gelände vor: Den sehr leistungsfähigen Bergepanzer 3 "Büffel", mit dem er ordentlich im Gelände herumwühlte, den MAN 630 L2A als Sattelschlepper mit langer Pritsche, den Magirus Jupiter und den Faun L 908/425 10 t.

Andreas hatte seinen MAN 630 L2A im M 1: 8 mitgebracht, mit dem er gelegentlich ein liegen gebliebenes Fahrzeug abtransportieren musste.

Weiterhin wurden im Betrieb der Beobachtungspanzer Hotchkiss, ein Dingo 2, ein Boxer, ein TPZ Fuchs, der auch mal durch den Teich schwamm, genau wie der Hägglunds. Alle im M 1: 8.
Der Kanonenjagdpanzer brummte durch das Gelände, der Zobel war eher leise.

Zobel

Stahlpanther führte sein Sortiment vor:
Im M 1:16 den Bergepanzer Panther, sowie im M 1:8 den großen Bruder und den Panzerzerstörer.
Der Jagdpanther im M 1:5 war diesmal bewegungsunfähig, weil er einen Defekt in der Elektronik hatte. Aber immerhin: Er konnte bewundert werden.

Und natürlich waren unsere großen Brocken auch dabei: Die beiden Tiger I im M 1:4.
Der Tiger von Michael zog munter seine Bahn (und hinterließ ordentlich Spuren).
Beim Tiger von Lüne musste erst noch ein Motor ausgetauscht werden, weil der alte sich in Rauch aufgelöst hatte.

Abgebrannter Motor

Aber: Schlechte Beispiele verderben den Charakter. Der Ersatzmotor hat ebenfalls seinen Geist aufgegeben und qualmte wie sein Vorgänger. Alle Arbeit von Bana, Michael und Lüne vergebens.

Leider musste er dann vom anderen Tiger vom Gelände geschleppt werden, wobei auch noch die linke Kette blockierte.

Tiger Schlepp

Aber hier konnte man ein interessantes Beispiel von Feldinstandsetzung beobachten:
Ein Tritt von Lüne gegen die Kette in Höhe des Leitrades und alles lief wieder rund!

Zum Abschluss jeder Vorführung zeigte Stahlpanther wieder seinen interessanten Bergevorgang, bei dem der kleine Bergepanther im M 1:8 den großen Tiger I im M 1:4 mit seiner Seilwinde über das Gelände und sogar über einen Hügel. Und das, wo noch die Motoren des Tiger bremsten. Ein tolles Beispiel von Modellbaukunst und -technik.
Die Zuschauer gaben dann auch beeindruckt jedes Mal Applaus.

Um 18.00 Uhr schloss das Museum die Pforten und für uns begann die Routine:
Modelle verladen, Tische abbauen, Halle säubern, Gelände wieder herrichten und die Leinwand abnehmen.
Weil jeder mit angefasst hatte, wurden die Aufgaben innerhalb kürzester Zeit erledigt.
Danach kurze Versammlung, Abschlussbesprechung und Aufbruch nach Hause.
Alle sind trotz teilweise langer Reise und einiger Staus gut angekommen.
Auch wenn es ein langer und teilweise anstrengender Tag war: Alle sind zufrieden.

Dann bis zur nächsten Veranstaltung.

Und hier gibt es noch ein Fotoalbum:

Klaus