Vorletzter Aktionstag 2013 der RAG Militärmodellbau



Am Sonntag, 06. Oktober 2013, hat die RAG Militärmodellbau ihren vorletzen Aktionstag des Jahres im Deutschen Panzermuseum in Munster durchgeführt.
Vorgeschaltet war am Samstag ein Arbeitseinsatz, bei dem diverse Arbeiten am Modellgelände vorgenommen wurden.

Die RAG am Arbeiten


Ich will hier mal weniger über den Umgang mit unseren Modellen berichten, sondern mehr über das kameradschaftliche Miteinander.

Da sich im Vorfeld schon eine starke Mannschaft angemeldet hatte, trafen wir uns am Samstag erst um 13.00 Uhr im Museum, weil wir die vorgesehenen Arbeiten in der Zeit bis zum Toresschluß locker bewältigen konnten. Tatsächlich waren wir dann auch schon früher fertig.

Da ja das Gelände an einer Seite von großen Bäumen gesäumt ist, die nun beginnen, sich - jahreszeitlich bedingt - von ihren Blättern zu trennen und auch den einen oder anderen Ast abzuwerfen, musste erst mal das Gelände gesäubert werden . Da es sich um Eichen handelt, waren als Dreingabe auch einige Eicheln zusammen zu kratzen.

Laub auf dem RAG Gelände


Und natürlich landete eine Menge von dem Zeug im Teich. Da musste auch reichlich gefischt werden.

RAG Teich


Nachdem der Teich weitgehend gesäubert war, wurde der Schlauch verlegt und:
Wasser marsch! Auffüllen bis Oberkante Unterlippe :)


Als zusätzliche Aufgabe stand an, die Rohre der Nebelanlage – die seinerzeit etwas unprofesionell verlegt worden waren, auszugraben und mit leichtem Gefälle neu zu verlegen. Es war eine fröhliche Truppe bei der Arbeit.

Und >>>>>
Na ja, Gefälle haben die Rohre ja nun. Aber ..... na ja! Schwamm drüber.

Nebelanlage Rohre


Stahlpanther, der bei seinen Bergevorführungen immer auch die Böschung des „Feldherrnhügels“ strapaziert, hat alles aufgefrischt und neu befestigt.
Überall auf dem Modellgelände wurde fröhlich gewerkelt.


Zwischendurch war immer noch Zeit, Kaffee zu trinken und von dem leckeren Kuchen mit Zitronenzuckerguss, den Marc (oder war es Tamara?) für uns gebacken hatte, zu naschen.
Als letzte Arbeit wurden in Vorbereitung des Aktionstages schon mal die Tische in der Halle aufgebaut und mit weißen Tüchern abgedeckt.
Damit war alles für diesen Tag erledigt und wir konnten unser Quartier in der Panzertruppenschule, die ja gleich um die Ecke liegt, beziehen.
Wirklich eine feine Unterkunft!


Zum Abendessen hatten wir einen Tisch in einem Restaurant bestellt.
Bis zum vereinbarten Termin blieb uns noch genügend Zeit, die Betten zu beziehen und uns frisch zu machen.
Dann ging es in Fahrgemeinschaften ab zum Essen.
Wir waren mit 14 Leuten dabei. Dazu kamen noch der Direktor des Museums und ein Vertreter der Stadt, so dass es eine richtig lange Tafel wurde.

Essenstafel


Vor lauter Gequassel konnte man kaum sein eigenes Wort verstehen. War eine lustige Runde.
Und dann ging es ans Bestellen. Zunächst natürlich Getränke. Bier, Cola und Spezi sind ja nun bekannte und beliebte Getränke.
Aber nun: Christian bestellte sich warme Milch :-( Andreas nuckelte irgendwas Exotisches durch einen Strohhalm. Also nee!
Dann das Essen: Weil im Restaurant gerade die bayrische Woche angesagt war, bestellten sich einige von uns die angepriesene Haxe (die müssen von Riesenschweinen stammen!), andere „normales“ Essen. Aber was ist normal. Das waren riesige Portionen.
Trotzdem wurde dem Wirt nichts geschenkt: Bis auf einen Rest Haxe (kommt wohl vom Milchtrinken) wurde alles verputzt. Aber dennoch. Bei einigen war immer noch Platz für ein Eis.


Am nächsten Morgen ging dann das Gestöhne los: Oh, mein Bauch. Das waren wohl die Pilze (nicht Pilse).
Auf dem Tisch hatten wir natürlich das von Stahlpanther gefertigte Vereinswappen stehen. Dazu kamen noch einige in Originalgröße aus Stahl gelaserte Vereinswappen. Der Junge ist immer wieder für tolle Einfälle gut!

RAG Vereinswappen


Vor dem Essen, nach dem Essen und auch später mussten unsere Raucher rudelweise die Außenluft vergiften.
An Gesprächsstoff mangelte es wahrlich nicht. Und es wurde natürlich auch geflachst und der eine oder andere „auf den Arm“ genommen.
Als wir dann endlich wieder in unserem Quartier waren, wurde – weil es das Wetter zuließ – die gemütliche Runde mit einem Glas Tee (oder was war das?) in der Hand vor der Haustür fortgesetzt.

Christian blieb bei seinem besonders beliebten Getränk.


Für den nächsten Morgen hatten wir uns im Imbiss am Museum ein Frühstück bestellt, das wir gemeinsam einnahmen. Danach ging es ab ins Museum, wo dann die Modelle in Position gebracht wurden.
Vorsichtshalber zunächst auch die Großen in der Halle, weil der Himmel bedeckt war.
Aber der Wettergott hat an beiden Tagen die Wolken um Munster herum geschoben.
Allerdings hat es auch nicht gestaubt.


Wie immer an den Aktionstagen wurden die Modelle ohne Konzept und nach Lust und Laune auf dem Modellgelände bewegt.
Da an diesem Tage rund 500 Besucher im Museum waren, mangelte es auch nicht an interessierten Zuschauern.
Zwischendurch gingen wir trüppchenweise zum Essen oder zum Kaffetrinken. Aber es waren immer einige Mitglieder der RAG am Stand anwesend und konnten angesprochen werden. Hat richtig gut geklappt.


Unser „Bonsai“ hatte bei der letzten Veranstaltung im Museum – Jubiläumsfeier und Tag der offenen Tür – mit seinem Wüstenbuggy versucht, den Teich zu überqueren. Leider musste er feststellen, dass ein Rohrgestell mit Motor und Rädern bestenfalls tauchen aber nicht schwimmen kann.
Sogleich wurde er zum Seepferdchen ernannt und trug jetzt während des Aktionstages ein Schildchen mit Seepferdchen darauf. Natürlich wurde keine Gelegenheit verpasst, ihn gutmütig zu hänseln, zumal, wenn er seinen Buggy auf das Gelände brachte. Aber diesmal hielt er sich vom Teich fern und alles bleib trocken. Es braucht eben einige Übung, solch einen Flitzer zu beherrschen.


Stahlpanther musste bei dem Bren Carrier sein ganzes technisches Geschick aufbringen, um ihn wieder zum Laufen zu bringen. Irgendwann hatte das Teil beschlossen, nur noch mit einer Kette im Kreis zu fahren.

Bren Carrier Reparatur


Also, erst mal alles was ging ausgebaut, geprüft und wieder eingebaut. Natürlich war es wieder mal die obligatorische Madenschraube, die sich gelöst hatte. Also Probefahrt. Im ersten Gang kein Problem, im zweiten Gang: Kreis!
Also jetzt die Gangschaltung? Wieder ausgebaut, hin und her geschraubt. Immer noch nichts.
Zwischendurch musste Stahlpanther mal zu Gunsten eines Besuchers und dessen Sohn (und natürlich vielen anderen) der erst spät gekommen war, weil er im Stau steckte, seinen Tiger auf dem Gelände vorführen.
Inzwischen führten andere die Fehlersuche weiter. Großen Anteil bei der Bastelei hatte unser kleiner Tim (11 Jahre), der nicht mit Tipps und technischen Hinweisen sparte.
Und dann wurde endlich der Fehler gefunden. Kleine Ursache, große Wirkung. Nun fährt der Carrier wieder dahin, wo der Operateur es will!


Nun zu den anderen Modellen:
Die Tische in der Halle waren mit Modellen im M 1:16 vollgestellt. Viele bekannte Typen, aber auch einige Exoten, die auch noch fahrfähig waren und vorgeführt wurden.

RAG Tischmodelle

So hatte Daniel seinen Wolf und den Fennek dabei und fuhr auch im Gelände.
Achim bewegte seinen Elefanten, den Büssing sowie den Jagdpanther.
Manfred, der sich neuerdings den Modellen von Fahrzeugen aus dem WK 2 verschrieben hat, fuhr das SdKfz 223 und den Einheitsdiesel von Henschel.
Im M 1:10 hatte Manfred das StuG IV dabei, Tim fuhr mit seinem Pershing im M 1:10.
Im M 1:8 hatten wir außer dem erwähnten Bren Carrier den Panzerzerstörer auf Pantherbasis dabei, den Bergepanther sowie Boxer, Leopard 2A6 und den amerikanischen M-ATV.

M-ATV



Nachdem der Besucherstrom allmählich nachließ, packten wir gegen 16.00 Uhr unsere Sachen ein, räumten die Halle aus und begaben uns nach kurzer Verabschiedung auf die Heimreise. Alle sind wohlbehalten zu Hause angekommen.

Ich frage mich schon die ganze Zeit, wo wohl das Kuchenpaket geblieben ist, das Michael mitgebracht hatte. Ich hoffe, dass der Inhalt in verschiedenen Leuten verschwunden ist.

Also, wenn mich jemand fragen sollte: Es war eine rundum harmonische Veranstaltung mit viel Spaß.

Kann wiederholt werden.
Die nächste Gelegenheit gibt es am 02./03. November 2013, wenn wir den letzten Aktionstag durchführen.

Klaus