RAG Militärmodellbau
und IG Militärmodellbau

Lipper Modellbau Tage vom 17. bis 19. Januar 2020


Ostwestfalen hatte an diesem Wochenende wieder seine Tore für die Modellbauer ganz weit aufgemacht. Hier konnte man auf über 18.000 qm spielen, staunen, basteln, fachsimpeln und shoppen. Klar, dass wir diese entspannte Atmosphäre auch genießen wollten und wieder dabei waren. Für diese Messe gibt es schon über viele Jahre so was wie eine Stammmannschaft, die auf einander eingespielt ist. Denkt nicht es wäre langweilig oder schon Routine. Nein, auf gar keinen Fall. Es ist eher ein gutes Gefühl sich auf den anderen verlassen zu können. 

Ich hoffe, ich vergesse keinen. Achim, Christian, Andreas, Manfred, Hendrik und Sebastian haben am Donnerstag den gelieferten Sand verteilt und modelliert. Noch die Grünpflanzen adrett platziert, die Tische für die Modelle aufgestellt, das „Backoffice“ errichtet und unser Gelände eingezäunt. Wie jedes Jahr das eingespielte Dream-Team für Gestaltung, Aufbau und Vorbereitung.

Ich war dieses Jahr das erste Mal 3 Tage dabei und bin kurz nach 8 Uhr am Freitag in Bad Salzuflen eingeflogen. Den übrig geblieben Urlaubstag sinnvoll eingesetzt. Wolfgang und ich haben eine Fahrgemeinschaft gegründet und hatten sein Auto bis zum Himmel voll geladen. Wir hatten den Kinderpanzer „Diva“ noch mitgebracht, an den, außer Wolfgang, keiner so richtig gedacht hatte. Die große Kaffeemaschine musste dafür zu Hause bleiben. Die kleinere Variante musste ran.

Erst mal Auto ausladen, alles zum Stand bringen und sich einen Platz aussuchen. Der frühe Vogel hat viel Auswahl und einen schönen Parkplatz … und noch ein paar cm Tisch. Dieses Jahr waren die Tische voll. Dicht an dicht drängten sich die Modelle. 


Der Stand wurde noch mit Bannern geschmückt, so dass die Besucher direkt sehen konnten, wer dort einem so sensationellen und ungewöhnlichen Hobby nachging. 

Hendrik hatte im letzten Jahr vorgeschlagen eine Art Challange zu machen, nur so unter uns Teilnehmern am Stand. Eine witzige und spannende Idee. Ein Diorama-Challange im Maßstab 1:35, Thema Bundeswehr, nicht größer als DIN A3. Die Begeisterung war am Anfang sehr groß, ich war gespannt, was jeder so mitbrachte. Ich hatte aus Holzresten einen Nachbau des Standortschießstandes Munster D-Stand mitgebracht. An dem ich schon seit dem Spät-Sommer bastelte. Ja, nicht jeden Tag, aber hin und wieder. Und wie das so ist, an den letzten Abenden vor dem Messetermin habe ich noch die letzten Handgriffe erledigt. Was so kleine Dinge doch aufhalten. Dachte es wäre nicht mehr so viel. 

Achim hatte auch ein Diorama dabei. Flak-Stellung, eine russische mit NVA-Soldaten. Leider nicht Bundeswehr. Aber von der Interaktion sehr schön, mit dem Gewehrständer und den Figuren. Durfte trotzdem mit machen.

Andreas Schulte hatte einen Luchs-Diorama (Spähpanzer zur Aufklärung) mitgebracht. Sehr schick.

Und der Ideengeber Hendrik … was hatte er mit? Na, schon erraten? … Leider nix. Zu wenig Zeit, zu viel Arbeit, … Sehr sehr schade. Er bekommt noch mal eine 2. Chance. Für 2021.
Sonst leider keiner.

Die Besucher der Messe konnten dann abstimmen,


wer das schönste Diorama gebaut hatte. Am Sonntagmittag lag das Ergebnis vor. Es fiel knapp aus. Die Standortschießanlage Munster hatte gewonnen. Als Gewinner durfte ich das Thema für 2021 aussuchen. Das Hauptthema Bundeswehr bleibt. Ich nahm noch das Unterthema Kette mit dazu … Hab schon eine Idee.

Freitags waren nicht so viele Besucher da. Mehr älteres Publikum. Großvater mit seinem Enkel, würde ich eher sagen. Klar die jüngeren müssen noch arbeiten. Jedoch zum Einstimmen für das Wochenende und die nächste Modellbau-Saison genau das Richtige.

Samstags wurden die Hallen schon voller und am Sonntag drängten sich die Massen durch die Gänge der Lipper Modellbautage. 

In diesem Jahr waren Michael und Hartmut mit dabei.

Die beiden trudelten am Freitagabend aus der Rheingegend ein, Andreas S. wirkte am Samstag mit, sowie Collin, der für einen Tag dabei war. Tim stieß am Freitag auf uns und fuhr am Samstag wieder und am Sonntag verstärkte Dieter das Team. Der andere Andreas kam am Freitagabend direkt ins Hotel. Zum Aufbau schaffte er es nicht rechtzeitig. Richtig viel Abwechslung am Stand. Es war viel los auf unserem Gelände. 

An diesem Wochenende nutzte der eine oder andere die Beratung und Fachverstand der Teilnehmer am Stand. Egal ob es jetzt ein bestehendes Projekt war, das noch Verbesserung bedarf oder ein geplantes, das von Grund auf Ideen und Umsetzungsberatung verlangte. Für den Hilfesuchende eine Erleichterung. Für den Hilfespende war es teilweise anstrengend. Zu viel Input. 

Die Tage über bildete sich eine Schlange beim „Kinderpanzer-Fahrschullehrer“. Hendrik, Achim und Wolfgang wechselten sich ab. Ich glaube ganz so viele „Kinderführerscheine“ haben wir dieses Jahr nicht ausgefüllt … 

Wie immer hatten die Kinder sehr viel Spass beim Fahren, jedoch die Eltern oder auch der ein oder andere Opa ... Er bekam allerdings keinen Füherschein ausgehändigt. 

Michael und Hartmut übten fleißig das be- und entladen eines SLTs. Michael meinte, er müsste das noch ein wenig langsamer machen, ihm war es zu schnell. Hartmut versprach mehr "Fingerspitzengefühl" an seiner Funke.

Ach, Gastfahrer von anderen Ständen hatten wir auch. Von klein bis groß bis ausgefallen. Während der Tage konnten wir auch einige bekannte Gesichter begrüßen, die uns am Stand besuchten. 

Jörn kam mit seinem Kübel vorbei. Noch nicht ganz fertig meint er. Eigentlich baut er Schiffe. Er wollte mal was anderes. Und dass es schwimmt, ist noch einen schöne Begleiterscheinung. Ob er mit den dreckigen Riefen wieder in den Pool der Modellschiffer darf? Hm ... schwierig ... Er möchte im nächstes Jahr noch mal vorbei kommen. Er freut sich schon auf Uflen 2021. Für mich darf es noch ein bißchen warten. Muss mich noch erholen. So schön wie die Messen und Veranstaltungen auch sind, aber am Ende geht man auf dem Zahlnfleisch nach Hause. Warum? Wir forschen noch. Eigentlich machen wir nicht viel. Vielleicht strengt das uns so an ... Ich befürchte, dass es am Spass, der Ausgelassenheit und der guten Stimmung am Messestand liegt. 

Achim mag auch die Abwechslung und fuhr schwer beladen mit seinem Truck durch die Hallen. Auch um für die Kinderkrebshilfe zu sammeln. 

Er hatte keine kurzen Moment für mich zu posen, dass ich seinen geliebten Truck fotografieren konnte. Hat was, wie sich das so auf dem Messeboden spiegelte ... 

Nein, nein dieses Foto täuscht. Hier übernimmt Manfred keine Grippe-Impfung an seinem Lieblingsmodell. Er befüllt das Rauchmodul mit Rauchöl. Eigentlich machen wir alle das so oder so ähnlich. Denn er ist teilweise so verbaut, das wir nur so das Rauchöl nachtanken können. 

Sogenannte Baustellen interessieren die Besucher auch immer wieder. Zu sehen, wie es inside aussieht. Hendrick hatte eine Reperaturen an seinem Modell vorgenommen. Sieht schlimmer aus, als es ar. "Patient" lebt und flietze über das Gelände. 

Die vielen Fragen zu den Modellen oder zu unseren Interessengemeinschaften wurden beantwortet, aber auch hörten wir uns gerne Geschichten und Erfahrungen von den Besuchern, die teilweise die Modelle in echt gefahren haben oder auch technisches Wissen zu den Fahrzeugen hatten. Hobby verbindet.

Ein Standbetreiber hatte besonders großen Stress, ihm wurde ein Waggon Spur 1 direkt vom Stand geklaut. Ca. 60 cm lang, wiegt ein paar Kilo und hatte einen Wert von ca. 3.000 €. Eigentlich ein Stück, dass nicht für die Handtasche geeignet war, um es nach dem Diebstahl dort zu verstecken, aber keiner wurde damit gesehen. Soweit mir bekannt ist, konnte man den Dieb nicht dingfest machen. Tut mir sehr leid für seinen Besitzer. Schon irre, was manche Besucher sich erlauben.

Jedoch einer fehlte. Unser Klaus. Ist Klaus nicht dabei, fehlt was. Aber wir dachten an ihn.

Ich denke emotionaler und leckerer können wir es nicht ausdrücken. Wir haben seine Tradition hoch gehalten. Vanille-Eis essen. Das darf für ihn bei keiner Veranstaltung fehlen. 

Die Abende haben wir in unserem Hotel gemütlich und lecker aus klingen lassen. Schließlich mussten wir für den nächsten Tag wieder fit sein.

Am Sonntagabend hieß es dann: Abbau. Modelle einladen, Müll entsorgen und den Stand aufräumen. Gegenseitig half man sich die Autos zu beladen. Viele Hände, schnelles Ende. Wie immer kurzes Feedback vom Leitenden vor Ort, emotionale Verabschiedungen und dann ging es wieder in Richtung Heimat. 

Zum Abschluß möchte ich mich bei Collin bedanken, der auch einige Bilder zum Bericht gestiftet hat. Er hat noch ein witziges Video erstellt. Aber seht selbst.

Hier gibt es ein witziges Video 
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Also ich bin nächstes Jahr wieder dabei. Ich hatte unglaublich viel Spaß. 

Liebe Grüße
Tamara

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