Tankevent 2016
im National Militär Museum der Niederlande


 

Diese Veranstaltung stand unter dem Motto „ 100 Jahre Panzer „


Auch wir waren eingeladen , um zusammen mit der RC Armour Group Holland dieses Event zu bestreiten.

Tankevent NMM Holland 2016


Um es vorweg zu nehmen, es war Phantastisch.

Es begann für uns erst einmal mit der langen Anreise am Freitag. Die erste Hürde war dann , auf das Gelände des Museums zu kommen. Wir hatten zwar die genauen Daten zu welchem Tor wir fahren sollten, aber die Kommunikation des Personals im Museum war wohl nicht so gut.

So wurde Stahlpanther von Tor zu Tor geschickt und fand sich dann auf der Landebahn wieder.
Letztendlich haben aber alle den Hangar 1 gefunden, in dem wir uns aufstellen sollten.
Im Hangar war auch der Meldekopf untergebracht. Mit der Anmeldung bekam jeder ein Armband, das uns als Staff-Crew ausgewiesen hat.
Mit diesem Band hatten wir nun freien Zugang zur Versorgung. Dort wurde für alle groß aufgefahren. Getränke ( Wasser Limo und Kaffee ) sowie Kuchen und Obst. Dort gab es auch Mittagessen und Abendbrot frei für alle.
Nach dem Aufbau konnten wir nun auch das Außengelände etwas in Augenschein nehmen.    

Das Ganze Gelände war recht weitläufig. Vor unserem Hangar eine große Wiese, dahinter die Landebahn. Am Rand der Landebahn konnte man schon die Fahrzeuge für die Vorführungen aufgestellt sehen. Über 30 Panzer die sich dort aufgebaut hatten und die alle an der Vorführung teilnehmen sollten.

Panzeraufstellung

Panzeraufstellung

Daneben wurde ein Markt mit mehreren Ständen aufgebaut, viel Militaria, einige mit Modellen, aber die Vermutung, das Aufgrund der Gesetze hier doch viel mehr angeboten wird, bestätigte sich nicht.


An der Grenze zum Museum selbst hat sich ein Römerlager angesiedelt. Die Damen und Herren bauten dort ihre Zelte auf und liefen in ihren Kostümen über das Gelände. Dabei übten sie auch den Formationsmarsch mit ihren Schilden (bildet Schildkröte, für die, die Asterix gelesen haben).

Römerlager

Römer Schildkröte


Auf der rechten Seite vor unserem Hangar befand sich die Arena.
Unten ein Fahrgelände mit der Größe eines Fußballfeldes, außen herum im Halbkreis eine riesige Steintribüne mit Sitzplätzen für ca. 4000 Personen. Es sah aus wie ein Amphitheater.

Arena

Arena


Einige Fahrzeuge übten hier auch noch den Auftritt für Samstag, so konnten wir schon einmal einen ersten Eindruck davon bekommen, was uns am Samstag erwartet.

Wir sollten nun langsam in die Unterkunft verlegen,  nur Micha und Wera ließen noch auf sich warten und so kam etwas Panik auf. Mehrere Staus haben die Beiden doch recht stark aufgehalten.
Sie kamen aber grade noch rechtzeitig an, also schnell ausgeladen und ab in die Unterkunft. Es waren nur 10 Minuten fahrt. Uns erwartete dort eine Anlage mit mehreren Gebäuden, in einem Park gelegen. Wohl eine Art Erholungsheim oder Tagungsstätte. Es erinnerte stark an das Offizierlager in Munster.

Dort wurden die Zimmer bezogen und erst einmal unter die Dusche. Die Hitze des Tages hat uns doch etwas zugesetzt.
Die Kameraden der RC Armour Group Holland waren im gleichen Gebäude untergebracht, so haben wir den Abend in einer großen Runde gemeinsam verbracht. Es war zwar ein wildes sprachliches durcheinander, aber man konnte sich doch gut verständigen, manchmal halt mit Händen und Füßen.

Dann der Samstagmorgen.  08.00 Uhr - Ankunft im Museum. Die Besucher bildeten schon eine riesige Schlange vor dem Einlass, eine Stunde vor der Öffnung.
Im Hintergrund dröhnten schon die ersten Panzermotoren  . 

Wir haben noch den Rest an unserem Stand erledigt, dann 09.00 Uhr – Einlass für das Publikum. Die Massen strömten auf das Gelände.

Zuerst wurde die statische Waffenschau in Augenschein genommen, die Fahrzeuge an der Landebahn. Dieser Bereich war aber nur bis 10.00 Uhr geöffnet, dann mussten sich die Fahrzeuge und Besatzungen für die Vorführungen Bereit machen.

Nun strömte das Publikum Richtung Arena. Unser Hangar 1 lag auf dem Weg vom Museum zur Arena, so haben viele den Weg in den Hangar gefunden und die Modelle im Schnelldurchgang bewundert. Aber alle wollten in die Arena. So haben wir uns auch auf den Weg gemacht.

10.30 Uhr – offizielle Eröffnung.  Dies wurde natürlich dem Anlass entsprechend zelebriert. Die Leiterin des Museums ist mit einem Beaverette in die Arena gefahren und hat von dort aus das Publikum auf der Tribüne begrüßt.
Dann begann die Show. Es wurde ein zeitlicher Ablauf der Geschichte der  Panzer gezeigt. Angefangen hat es mit einer kleinen Kohorte von Römern, die sich mit Ihren Schilden gepanzert haben.

Kohorte Römer

Dann wurde Nebel gezündet, durch den Nebel stieß dann der Mark IV hindurch, der Urvater der Panzer, gefolgt von Infanteristen. Leider konnte er wegen technischer Probleme nur die erste  Vorführung  mitmachen.

Mark IV

Dann folgten die Panzer des 2ten Weltkriegs. Die Fahrzeuge wurden immer in Gruppen vorgestellt. Mal Schützenpanzer, die nächste Gruppe Artillerie und die Kampfpanzer. Zuerst fuhr jedes Fahrzeug einzeln zur Vorstellung in die Arena, hat dort ein paar Runden gedreht um sich dann hinter dem Wäldchen in Wartestellung zu begeben. Als alle Fahrzeuge der Gruppe durch waren, fuhr die gesamte Gruppe noch ein paarmal durch die Arena.   

Panzer

Dann die nächste Gruppe mit dem gleichen Spiel.


Jetzt folgte die Zeit der moderneren Fahrzeuge. Auch diese  wurden mit dem gleichen Konzept dem Publikum präsentiert.

Panzer


Nach 2 Stunden waren dann alle Fahrzeuge durch.  Es war beeindruckend, was dort alles gezeigt wurde. Angefangen mit dem Mark IV, über M3 Steward, Sherman, Jagdpanther, Panzer IV als Flammpanzer, T34, SdKfz251, M7 Priest, M110, AMX 13, Centurion, Leopard 1, Biber, T72, Josef Stalin, Fennek, Boxer, Panzerhaubitze 2000 bis hin zum Leopard 2 A6.

Dies ist nur ein Auszug der gezeigten Fahrzeuge. Natürlich stehen nicht alle Fahrzeuge im Museum, die meisten sind von anderen Museen beigestellt worden.

Jetzt war erst einmal Mittagspause in der Arena, aber nicht für uns.

Das Publikum kam wieder aus der Arena und wollte sich nun dem Nebenprogramm widmen.

Viele der Besucher haben am Anfang schon den Weg durch den Hangar gefunden, nun sollte dies genauer betrachtet werden. Die ausgestellten Modelle auf den Tischen wurden bewundert, ebenso die Modelle im Gelände.

Rag Stand

Wir hatten wieder recht viele Modelle in 1/16 dabei. Michael, George, Karel und Thomas (Mothes)  fuhren mit ihren Modellen durch das recht große Gelände. Die holländischen Kameraden haben auch einige Häuser zur Gestaltung des Geländes dabei gehabt. So konnten die Fahrzeuge sich auch mal in der Stadt bewegen.

Panzer

Häuser

Die größeren Modelle fuhren zwar auch ab und zu im Gelände, aber meistens sind die Großen als Publikumsmagnet vor der Halle gefahren.

Rag Stand Modell Übersicht

Leider konnten der Leo und die Haubitze von Thomas Lang wegen technischer Probleme nicht fahren, das hat Stahlpanther aber wieder wett gemacht. Er hatte wieder mal den ganzen Wagen voll.
Nicht nur seine T34 Brücke und der T34 haben für Aufsehen gesorgt, auch der Tiger fand seine Zuschauer. Ein kleiner Wermutstropfen war doch dabei, es war die letzte Ausfahrt des Tigers, zumindest in unseren Reihen.
Ein weitere Hingucker war die Parallelfahrt der beiden A7V, die haben dort ihren 100ten Geburtstag zelebriert.

Es gab aber noch mehr Attraktionen für die Besucher auf dem Museumsgelände zu bestaunen.
Die Händlermeile wurde schon erwähnt, aber für die Kinder wurde ein Bootcamp aufgebaut.
Die Kinder wurden erst geschminkt und dann von einem Drill Sergeant  durch das Gelände gescheucht und an die große Kletterwand geführt.
Auch der normale Kinderspielplatz war nicht normal. Dieser wurde einer Hindernisbahn nachempfunden.

Das tollste war aber das Panzerfahren. Zum einen gab es für die Kinder die Möglichkeit selbst in einem kleinen Gelände zu fahren. Es waren kleine Panzer, die eine Art Bobcat Steuerung hatten.
Damit konnten die Kinder einen kleinen Parcours neben der Arena durchfahren.

Kinderpanzer

Für die Erwachsenen gab es die Mitfahrgelegenheit in einem umgebauten M667. Die Lance Rakete wurde entfernt und durch Sitze ersetzt. Damit konnte das Publikum in der Mittagspause einige Runden durch die Arena drehen.

M667

Die Steigerung war der Leo II Cabrio. Hier wurde der Turm gezogen und durch Sitze ersetzt. Auch wir hatten das Vergnügen, am Samstagabend eine Runde mit dem Leo zu drehen.

Leo Cabrio

Leo Fahrt

Nach der Mittagspause begann das Spiel in der Arena erneut. Wieder über 2 Stunden ein riesen Spektakel mit den Originalen. Es war nicht ganz die gleiche Show wie am Vormittag, so wurde hier auch eine große Parade mit allen Fahrzeugen gezeigt.

Nach dem Abendbrot ging es dann wieder in die Unterkunft. Wir hatten uns am Freitag Abend schon reichlich beschnuppert, so war die Stimmung am Abend doch etwas gelöster.

Der Sonntag begann wie der Samstag – ab ins Museum und alles vorbereiten. In der Arena wurde eine Ähnliche Show wie am Samstag gezeigt, so konnten wir uns auch einmal dem Museum selbst widmen.

Es war ein modernes Museum, für mein Empfinden mit einer sehr guten Mischung von Exponaten und Erlebnis- und Erfahrungs- Darstellungen.

Museum

Gezeigt wurden die Fahrzeuge und Flugzeuge der Niederländischen Armee, angefangen mit Exponaten aus den 16ten Jahrhundert.

Museum

Museum

Museum


Es gab aber auch Räume, die von den Einsätzen der Armee berichten. Da wurden nicht nur die taktischen Darstellungen gezeigt, es gab auch Berichte von Teilnehmern an den Kriegen.
Teils in Schriftform und Teils als Video Interview. Das regt schon zum Nachdenken an.

Museum


Aber ein gutes Konzept, nicht nur die Originale als statische Show  in eine Halle zu stellen. Die Mischung macht´s.

Sonst gab es den Verlauf wie am Samstag.

Abends wurde dann eingepackt, und alle machten sich wieder auf den Heimweg

Wir sind uns einig gewesen, dass  dies eine sehr spektakuläre Veranstaltung war, es hat viel Spaß gemacht und schreit nach Wiederholung.

Tankevent NMM Holland 2016

Vielen Dank an die niederländischen Kameraden für die Organisation – viel Besser kann man das wohl nicht machen.
Dank auch an Gerd Frey, der als Dolmetscher und Verbindungsglied fungiert hat.


 

 
Und hier haben wir noch mehrere Fotoalben;

bitte ein Glas Wein (Bier) ; Zigarre (Zigarette); Schokolade (Snacks) holen und die Foto`s in Ruhe genießen !

       
RC - Modelle
 

RAG - FotoAlbum

 

 RAG

Die Vorführung
 

RAG - FotoAlbum

 

 RAG

Panzer Außengelände
 

RAG - FotoAlbum

 

 RAG

Ausstellung Panzer im Museum
 

RAG - FotoAlbum

 

 RAG

Ausstellung Flugzeuge im Museum
 

RAG - FotoAlbum

 

 RAG

Eine schöne Übersicht der Veranstaltung von Karel
 

Externes FotoAlbum

 

 Karel

Schöne Foto`s von den Vorführungen
 

Externes FotoAlbum

 

 RC Armour Group Holland

Schöne Foto`s von der Static Show
 

Externes FotoAlbum

 

 RC Armour Group Holland

Professionelles FotoAlbum von Anne Reitsma
 

Externes FotoAlbum

 

 Anne Reitsma



Gruß Mecki

PS.: Wir haben schon die Einladung für die nächste Veranstaltung im Museum erhalten , wann diese stattfinden wird , ist aber noch nicht geklärt .